Konzept

the wall
is the message

sie  treffen dich

Zufällig entdeckt man die lebensgroßen Abbildungen an den Wänden der Straßen verschiedenster Städte wie z.B. Berlin:
Zwei gänzlich unbekleideten Menschen, welche den Zuschauer nicht zu beachten scheinen und doch wie mit einem Augenzwickern Kontakt aufnehmen.
Reglos und unschuldig stehen sie da - die Körper ganz dem Zuschauer zugerichtet, einzig ihr Blick verweist nach links oben, wo beide etwas beobachten. Und schon ertappt man sich dabei, wie man ihren Blicken folgt, sucht was sie gefunden haben und beginnt, die Fülle des Raum um sie herum zu untersuchen. Wohin blicken die beiden, was möchten sie mir sagen?

 

adam und yoko

Die in Ruhe getauchte Nacktheit, ohne jedes symbolische Ausschmücken des Motivs, bietet im ersten Moment wenig Anhaltspunkte für eine eindeutige Interpretation des Bildes und doch stellt sich sofort eine Flut von Bildern und Assoziationen beim Betrachter ein:
Von altbiblischen Bildern der sündenlosen Gotteskinder Adam und Eva, über die antibürgerliche Selbstdarstellung John Lennons und Yoko Onos, bis hin zu einer schlichten „No Fashion!“ Haltung der beiden Figuren drängen sich Interpretationsansätze vor dem geistigen Auge auf.

 

der raum ist das bild

Entscheidend hierfür ist der Ort an dem man das Pärchen auffindet, die Umgebung, die auf die beiden einwirkt und die sie wiederum zu der Bühne ihres Kunstraumes machen.
Der Dialog des Bildmotivs mit seiner Umgebung wird noch deutlicher, wenn man der Arbeit an anderen Stelle noch einmal begegnet. In der Reihung der Bilder nehmen sich die Protagonisten zurück und stellen weniger ihre eigne Nacktheit, als die sie umgebende urbane Struktur in den Mittelpunkt des Bildgeschehens.
Und so versteht am die Aufforderung beiden nun klarer: Sie fragen nach der alltäglichen urbanen Umgebung, und nach dem Begriff der Kunst:
Wo hört der Wirkungsraum der Arbeit auf? Was wird durch sei mit Bedeutung gefüllt und ändert sich unser Blick auf diese Dinge? Und wer trifft diese Entscheidung?
An dieser Stelle verweigert die Arbeit die Antwort und überlässt den Betrachter sich selbst mit einer möglichen Botschaft: Er selbst ist aktiver Mitgestalter des Kunstwerks, seine subjektiven Eindrücke formen das Bild im Zusammenspiel mit der unbestimmten Umgebung des Bildes.